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Bahnhofgebäude St. Moritz RhB

Bauliches

Der Bahnhof wurde ursprünglich als Durchgangsbahnhof gebaut, da anfänglich eine Verlängerung der Stecken Maloja geplant war. So führte ein Gleis von der Westseite des Bahnhofs zunächst über eine Brücke und anschliessend in den Hang hinein. An dieser Stelle war das Portal eines Tunnels geplant, der das Ortszentrum von St. Moritz umfahren sollte.

Das stattliche Aufnahmegebäude liegt auf der Bergseite der Gleisanlagen und besitzt einen Hausbahnsteig. Dazu existieren ein Mittelbahnsteig für die Züge des RhB-Stammnetzes und ein weiterer für die Züge der Berninabahn. Östlich des Empfangsgebäudes steht der Güterschuppen mit Rampe, eine weitere Verladerampe liegt am östlichen Bahnhofsteil zwischen den beide Streckenausfahrten. Daneben sind umfangreiche Abstellanlagen vorhanden. 

Die Berninabahn führt unmittelbar nach dem Bahnhof über die Innbrücke und kurz darauf in den 689m langen Charnadüra-Tunnel II. Unter der Bahnbrücke führt eine Strassenbrücke in einem anderen, sich kreuzenden Winkel über den Inn. Die Albulastrecke durchfährt gleich nach dem Bahnhof in den 114 m langen Argenteri-Tunnel und kurz darauf durch den 448 langen Charnadüra-Tunnel I.

Das erste Empfangsgebäude wurde von A. Ludwig entworfen, der auch die Bauleitung. Die Baukosten wurden mit 90 000 CHF angegeben. Das Gebäude wurde vom Baumeister Huder aus Davos erbaut. Der Bau bestand wegen des rauen Klimas und der zu dieser Zeit sehr hohen Holzpreise aus verputzten Bruchsteinen. Es handelte sich um einen dreigegliederten Bau mit zwei erhöhten Endbauten, die mit einem niedrigen Mittelbau verbunden waren. Das Gebäude wurde 1927 durch den heutigen Bau ersetzt.

Betriebliches                                                                                                                                           Der Bahnhof ist betrieblich zweigeteilt, da die beiden Strecken mit unterschiedlichen Stromsystemen betrieben werden. So ist die zum RhB-Stammnetz gehörende Albulabahn mit 11 kV 16 2/3 Hz Wechselstrom, die Berninabahn dagegen mit 1 kV Gleichstrom elektrifiziert. Für Rangiermanöver sind aus diesem Grund dieselbetriebene Rangierfahrzeuge stationiert.

Der Fahrplan besteht aus einem stündlichen InterRegio IR über die Albulabahn nach Chur und einem stündlichen Regionalzug R nach Pontresina, der meistens nach Tirano weiterfährt. Die IR haben in Samedan Anschluss an die Züge ins Unterengadin. Zusätzlich verkehren RegioExpress RE nach Zernez(- Vereinatunnel -) Klosters - Landquart. Der Bahnhof ist Start- und Endpunkt des Glacier-Express. Auch die Treibwagen, die den Bernina-Express führen, starten und enden hier, während die Panoramawagen von Chur und nach Chur / Davos von einem ABe 8/12 "Allegra" Zweistrom-Triebzug gezogen werden und direkt nach Pontersina fahren.

Bei der Haltestelle St.Moritz Bahnhof halten auch die Buslinien, die die Feinerschliessung des Oberengadins ermöglichen.

Modell Bahnhofsgebäude 

Weitere Infos folgen demnächst